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Auch ein kurzer Auftritt bedeutet also für die Musiker einen zeitlichen
Aufwand von über vier Stunden - das ist mehr als ein halber Arbeitstag!
Oft ist es so, dass die Musiker die Lasten (Zeit, Fahrtkosten etc.) eines Auftrittes
tragen, die Gage aber in der Bandkasse landet: Von ihr werden Instrumente, Uniformen usw. bezahlt. Es ist schon eine gehörige Portion Idealismus erforderlich, bei solcher Selbstausbeutung freudig
mitzuspielen.

Die Buchung: Fragen und Antworten
Was?
Was ist der Anlass? Eine Hochzeit, ein Jubiläum, ein Betriebsfest, ein Stadtfest
? Jeder dieser Anlässe hat einen anderen Rahmen und stellt daher andere Anforderungen an die Band.
Welche Besetzung ist sinnvoll? Eine kleine Gesellschaft ist mit einem Solopiper
oder einer Miniband gut bedient: Ein Highlight wird gesetzt, die Veranstaltung mit einem Sahnehäubchen überzogen, und dann kann wieder geredet und
gefeiert werden. Gleiches gilt für Betriebsfeste, hier sollte aber schon die Miniband zum Zuge kommen: In geselliger Runde wird die Wirkung eines
Solopipers durch die einer Miniband deutlich übertroffen. Großveranstaltungen wie Stadtfeste, Fußballspiele etc. brauchen schon eine angemessen große
Band um Marktplatz, Stadion etc. angemessen zu beschallen. Auf Nummer sicher geht, wer im Zweifelsfalle die jeweils größere Besetzung bucht.
Wann & Wo?
Aus dem Datum der Veranstaltung ergibt sich das Maß der Probleme, die zu
bewältigen sind. Wie oben erläutert bereitet ein Auftritt im Sommer und im Freien die geringsten Schwierigkeiten. In allen anderen Fällen muss man sich um optimale Bedingungen bemühen.
Ort und Zeit müssen zwischen Auftraggeber und Band genau besprochen
werden. Grundsätzlich sollte davon ausgegangen werden, dass die einzelnen Musiker ortsfremd sind: Eine exakte Wegbeschreibung, ggf. eine Karte
erleichtern die Anfahrt ungemein. Wichtig ist auch ein Ansprechpartner vor Ort, der ggf. auch als Lotse dienen kann, wenn Auftrittsort und Ort des Einspielens nicht identisch sind.
Auf jeden Fall sind aber Telefonnummern auszutauschen, über die jederzeit
Kontakt zwischen Band und Veranstalter hergestellt werden kann.
Wie?
Soll der Auftritt eine Überraschung sein? Dann muss vorzeitige Entdeckung
vermieden werden. Einspielen und Stimmen müssen an einem anderen Ort erfolgen als dem des Auftritts. Dieser "andere Ort" muss soweit entfernt sein,
dass das Stimmen der Band nicht gehört werden kann, gleichzeitig aber so nah am Veranstaltungsort, dass er nach dem Stimmen schnell erreicht werden kann.
In einem ausreichend großen und schallgedämmten Gebäude können diese Voraussetzungen unter einem Dach erfüllt werden, im Sommer und draußen
müssen aber schon einige Kilometer Distanz zwischen den beiden Orten liegen: Der Dudelsack trägt weit...
Zudem ist zu bedenken, dass Männer in Kilts hierzulande sehr stark auffallen.
Die Band muss also am Auftrittsort diskret eingeschleust werden.
Bestehen bestimmte Musikwünsche? Es sollte mit der Band diskutiert werden
, wie man diese Musikwünsche optimal in das Programm einbindet.
Wer?
Fehlt nur noch die Band / der Solopiper und es kann losgehen. Pipe Bands aus
ganz Deutschland finden Sie auf meiner Link Seite.
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